Wurzelkanalbehandlung

Eine Wurzelbehandlung ist der Versuch, einen Zahn zu erhalten, dessenZahnmark (= „Nerv“) nicht mehr „intakt“ ist. Eventuell ist eineWurzelbehandlung bei Ihnen bereits zu einem anderen Zeitpunkt schon einmal notwendig geworden, sodass Sie mit den Abläufen vielleicht noch vertraut sind.

In der Mehrheit der Fälle verläuft eine Wurzelbehandlung erfolgreich und schmerzfrei. Entscheidend für das Gelingen ist, dass die Behandlung fachlich möglichst optimal durchgeführt werden kann und Ihre „Körperabwehr“ das „Ergebnis“ anschließend auch verträgt. Ersteres ist nicht immer leicht zu erreichen, der zweite Punkt aber so gut wie gar nicht zu beeinflussen.

Zum Reinigen der Wurzelkanäle bedient sich der Zahnarzt diverser sog. Feilen und Räumer, die „von Hand“ oder maschinell betrieben werden. Um möglichst das gesamte Nervgewebe entfernen zu können ist es nötig, die exakte Länge der Zahnwurzel zu kennen, da der Zahn bis zur Spitze der Wurzel im Inneren des Knochens mit Nervgewebe gefüllt ist. Diese Länge kann durch ein Röntgenbild (leider nur) näherungsweise ermittelt werden. Als ergänzende Maßnahme empfiehlt sich die Verwendung eines elektrischen Messgerätes zur Längenbestimmung des Wurzelkanals an. Beide Verfahren zusammen „kontrollieren“ sich gegenseitig und liefern damit ein deutlich besseres Messergebnis. Die gleichzeitige Anwendung beider Verfahrens ist gemäß aller gängigen Fachliteratur der alleinigen Röntgenaufnahme zur Längenbestimmung überlegen ist. Übrigens: moderne maschinelle Feilensysteme schaffen es, während eines laufenden Feilvorganges die Länge des Wurzelkanals kontinuierlich zu messen und dem Zahnarzt den Abstand (in mm) zur Wurzelspitze anzuzeigen.

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