Speichelmengenbestimmung + Pufferkapazitätsmessung

Speichel schützt aus verschiedenen Gründen die Zähne vor Karies:

Speichel umspült die Zähne und reinigt sie dadurch mechanisch. Speichel enthält Bikarbonat, einen Puffer, der Säuren abfangen kann, die die Zähne angreifen Speichel enthält Mineralien, die in Zähne eingelagert werden können, um sie zu härten Speichel enthält Antikörper gegen karieserregende Bakterien.

In der Praxis bestimmbar sind die Menge (Fließrate) und die Zusammensetzung (säure-puffernde Anteile, sog. Pufferkapazität).

Zur Bestimmung der Speichelfließrate und Pufferkapazität muss die Speichelproduktion angeregt werden. Dies geschieht am besten, indem die Testperson fünfeinhalb Minuten ein Stück Paraffin kaut. Der dabei anfallende Speichel wird während der ersten 30 Sekunden geschluckt und in den folgenden fünf Minuten in einem Messgefäß aufgefangen.

Die Speichelmenge kann an der Skalierung des Messgefäßes abgelesen werden. Eine »normale« Speichelfließrate liegt bei Werten von über 0,7 ml/min vor.

Tests zur Pufferkapazität klassifizieren diese anhand des pH-Wertes, den ein mit Speichel beschickter Messstreifen durch einen Farbumschlag (blau, grün, gelb) anzeigt.

Zurück