Retainer

Im Rahmen einer kieferorthopädischen Behandlung werden Zähne in Ihrer Stellung korrigiert. Der beste Zeitpunkt für eine solche Behandlung ist zwischen 10 und 12 Jahren, da in diesem Zeitraum (sog. 2. Wechselgebissphase) die Zähne ohnehin mit dem Körperwachstum ihre Position verändern. Zur Behandlung der Zahnstellung können sowohl herausnehmbare, als auch festsitzende Apparaturen eingesetzt werden.

Problem: Eine zu forcierte Bewegung der Zähne kann Schäden an den Zahnwurzeln verursachen. Deshalb ist es schon sinnvoll, der Behandlung die nötige Zeit einzuräumen. Außerdem: Zähne wollen nach Behandlung u. U. in die Ausgangsposition zurückkehren, was das Behandlungsergebnis gefährdet. Um das Ergebnis stabil zu halten, wird das Tragen von sog. Retentionsgeräten im Anschluss an die Behandlung empfohlen. Diese gibt es in 2 Varianten:

Der Patient trägt eine herausnehmbare Spange, anfangs abends und nachts, später nur noch nachts. Diese Spange ähnelt den Spangen zur Zahnbewegung optisch sehr, hat aber nur noch die Aufgabe, zu verhindern, dass Zähne wandern. Aber: viele Patienten freuen sich darauf, nach der langen Zeit auf die Spange verzichten zu können, besonders nach der Phase mit einer festsitzenden Apparatur. Dies ist auch der Grund, warum gerade die „Nachtspange“ gerne vergessen wird.

Alternativ kann man einen sog. Retainer anfertigen. Dies ist ein sehr dünnes Drähtchen, das individuell an die Zähne angepasst und auf der Innenseite der Schneidezähne festgeklebt wird (mit einem speziellen Kleber). Der Retainer ist äußerlich nicht sichtbar, sein großer Vorteil ist, dass er dauerhaft im Mund ist und nicht vergessen oder verlegt werden kann. Er wird von den Patienten nach kürzester Zeit gar nicht mehr wahrgenommen. Am Ende der Haltezeit kann der Retainer problemlos wieder entfernt werden.

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