Prophylaxe 7-18 Jahre

Der Zeitraum zwischen dem Verlust der ersten Milchzähne (ca. 6. Lebensjahr) und dem Durchbruch der Weisheitszähne (ca. 18. Lebensjahr) ist aus mehreren Gründen weichenstellend für die Gebisssituation. Dabei sind 3 Zeiträume wichtig:

  1. Die ersten bleibenden Zähne geben vor, dass im Rahmen der häuslichen Zahnpflege von der Kinderzahncreme auf die für Junioren oder Erwachsene umgestellt werden sollte. Das liegt daran, dass die bleibenden Zähne einen erhöhten Fluoridbedarf haben, der wiederum mit der entsprechenden Zahncreme bedient werden kann. War bereits bei den Milchzähnen das Kariesrisiko erhöht und der Patient musste Füllungen erhalten, so sind auch die neuen Zähne einer erhöhten Gefahr ausgesetzt. Aus diesem Grund sollte unmittelbar mit dem Wechsel auch ein Vorbeugeprogramm gestartet werden.
  2. Der Wechsel der letzten Milchzähne endet etwa um das 12. Lj., zu diesem Zeitpunkt wird dann auch mit einer eventuellen kieferorthopädischen Behandlung begonnen. Aufgrund der eingesetzten Apparaturen steigt das Kariesrisiko zu diesem Zeitpunkt deutlich an, sodass auch hier eine prophylaktische Behandlung in der Praxis erfolgen sollte.
  3. Häufig verschlechtert sich während der Pubertät die Mundhygiene und selbst Patienten, die bis dahin kaum oder keine Löcher hatten, benötigen plötzlich Füllungen. Begleitend ist in diesem Zeitraum eine intensive Überwachung der Gebissentwicklung angezeigt.

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