Prep-o-meter

Jedes Beschleifen von Zähnen kann eine Belastung für einen Zahn darstellen, egal ob es dabei um eine Restauration durch eine Füllung geht oder ob der Zahn als Kronen- oder Brückenanker dienen soll.

Der wichtigste Grund ist, dass nach dem Abtragen der äußersten Zahnhülle (=Zahnschmelz) die innere Zahnsubstanz (=Dentin) freigelegt wird. Das Dentin ist die letzte Schutzschicht, die den empfindlichen Zahnnerv (= Pulpa) umgibt. Mit ca. 1,5 mm Dicke ist sie allerdings nicht besonders voluminös. Die Eröffnung dieser Zahnschicht stellt für den Zahn eine Wunde dar („Dentinwunde“).

Alle in den Zahn eingebrachten Füllungswerkstoffe (Kunststoffe, Amalgam, Gold etc) können- auch wenn sie geprüft und als unbedenklich eingestuft sind – durch diese dünne Restschicht einen Reiz auf den Nerv ausüben.

Bakterien, die aus einer Karies oder einer Parodontitis stammen, können unter Umständen durch diese Schicht hindurch bis ins Innere des Zahnes gelangen und dort eine Entzündung des Zahnmarks (=des Nervgewebes) hervorrufen.

Wärmeentwicklung während des Bohrens kann den Nerv schädigen. Diese soll durch eine ausreichende Wasserkühlung verhindert werden.

Mit dem sog. Prep-o-meter kann über die Bestimmung des elektrischen Widerstandes zwischen Zahn und Mundhöhle die Rest-Zahndicke über dem Nerv indirekt bestimmt werden. Die Messung ist absolut schmerzfrei.

Viele Publikationen belegen, dass dieses Verfahren eine schonendere Behandlung eines Zahnes verspricht, da es dem Zahnarzt Informationen liefert, wann er dem (nicht sichtbaren) Nerv möglicherweise bedenklich nahe kommt.

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