Parodontologische Leitkeimbestimmung

Die parodontologische Leitkeimbestimmung dient der Ermittlung von bestimmten Bakterien (Leitkeime, Markerkeime, engl.: causative microorganisms agents, associated microorganisms), welche bei einer bestimmten Erkrankung allein oder in Kombination mit anderen Mikroorganismen gehäuft anzutreffen sind und somit einer Erkrankung ihre typische Ausprägung und Verlauf geben. So treten speziell bei Entzündungen des Zahnhalteapparates (Parodontitis) bestimmte Keime auf, die sich in der Entzündungsflüssigkeit einer Zahnfleischtasche nachweisen lassen.

Durchführung des Test: in eine entzündete Zahnfleischtasche wird für 10 Sekunden ein weicher Papierträger eingetaucht (schmerzlos), anschließend entnommen und an ein Speziallabor geschickt. Dort wird die Probe analysiert, wobei bei den heutigen Verfahren (PCR, Polymerasekettenreaktion) bereits Bruchteile der bakteriellen Erbsubstanz (DNA) identifiziert werden können. Aus den Ergebnissen kann dann eine Diagnose gestellt und gegebenenfalls eine geeignete, zielgerichtete Therapie eingeleitet werden.

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