Parodontitis-Risikobestimmung und Parodontitis-Monitoring

Zahnärzte bezeichnen alle Strukturen, die einen Zahn im Kiefer „festhalten“ als Zahnhalteapparat (= Parodont). Zu Ihnen gehört der Kieferknochen, der Zahn, die Knochenhaut, die Wurzelhaut und die sog. Sharpey´schen Fasern (diese verbinden den Zahn mit dem Knochen). Nur gering ist der alterungsbedingte Parodontalabbau (sog. Parodontose), weit stärker i. d. R. der entzündungsbedingte (sog. Parodontitis).

Am Prozess der Parodontitis sind vererbte (damit nicht beeinflussbare) und erworbene (von Zahnarzt und Patient beeinflussbar) Faktoren beteiligt. Je nach Zusammenspiel dieser Faktoren ist das Risiko des Zahnverlustes bei jedem Menschen unterschiedlich. Ziel einer Risikobestimmung ist die systematische Erfassung aller Risikofaktoren für den Zahnverlust. Dadurch wird es möglich, Behandlungsprogramme für die beeinflussbaren Faktoren zu beginnen.

Ein sog. parodontologisches Monitoring (Verlaufskontrolle) dient der Überwachung und Dokumentation der klinischen Folgen der Parodontitis, aber auch des Erfolges eines Prophylaxekonzeptes. Es soll einige der folgenden Fragen beantworten: Ist der Kieferknochen weiter zurückgegangen? Haben sich Zähne stärker gelockert? Liegt ein aktives Entzündungsgeschehen vor? Ist die Mundhygiene ausreichend?

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