Knirschen + Verschleiß von Zahnsubstanz

Zahnsubstanzverluste, die nicht durch Karies verursacht werden, sind aus verschiedenen (auch zivilisatorischen) Gründen heutzutage häufiger zu beobachten als früher. Beispiele:

Verschleiß, der durch Reiben der Zähne gegeneinander (z. B. bei Zähneknirschen, sog. Bruxismus) wird wissenschaftlich als Attrition bezeichnet. Sie treten häufig als Folge einer Stressverarbeitung auf.

Abrasion nennt man den Verschleiß durch mechanische Einwirkung von Fremdkörpern (z. B. Piercing), bei sehr harter Nahrung oder durch falschen Einsatz von Mundhygiene-Hilfsmitteln.

Bei der Erosion verschleißt die Zahnsubstanz durch chemische Prozesse, an denen keine Bakterien beteiligt sind. Bsp.: es gibt saure Nahrungsmittel, die Zahnsubstanz auflösen können. Der kritische pH-Wert dieser Lebensmittel liegt bei 4,4 bis 5,5. Aber auch das Einwirken der extrem starken Magensäure mit einem pH von 1 bis 1,5 (bei Erkrankungen wie Bulimie, Refluxkrankheit, Kardiainsuffizienz, Form- und Lageanomalien des Magens) verursacht schwere Zahnschäden.

Für all diese Verschleißformen gibt es Schutz- und Therapieprogramme.

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