Bleaching (Bleichen von Zähnen)

Zur Zahnaufhellungen mit Bleichmitteln (sog. “Bleaching“) wird heutzutage als Wirkstoff Wasserstoffperoxid (H2O2), verwendet. Dieser dringt nach dem Auftragen (als Gel) in den Zahnschmelz ein und zerfällt dann in Wasser und reaktive Teilchen (sog. Sauerstoffradikale), das wiederum so klein ist, dass es leicht in tiefere Schichten vordringen kann.

Die Sauerstoffradikale oxidieren die im Zahn für Verfärbungen verantwortliche Farbpartikel (meist organische Moleküle) zu kleineren, weniger farbgebende Substanzen.

Die häusliche Bleichbehandlung („Home-Bleaching“) erfolgt unter Anleitung des Zahnarztes. Für diese Methode muss der Zähnarzt mit Hilfe von Abdrücken Modelle der Zähne des Patienten anfertigen, auf denen anschließend eine herausnehmbare, sog. „Tiefziehschiene“ im Labor hergestellt wird. Diese wird zu Hause mit dem Bleichmittel befüllt, auf die Zähne gesteckt und täglich zwischen 30 Minuten und 6 Stunden (auch über Nacht) getragen.

Bei regelmäßiger Anwendung stellt sich ein deutlicher Behandlungserfolg nach 7 bis 10 Tagen ein. Bei der Bleichbehandlung in der Praxis („In-Office-Bleaching“) wird eine höher konzentriertes Bleichgel verwendet. Dieses wird je nach Produkt für 30 Minuten bis 2 Stunden (sog. „Power-Bleaching“) auf die Zähne aufgebracht und durch Licht oder Wärme aktiviert. Unabdingbar ist bei diesem Verfahren der Schutz des Zahnfleisches, das mit einem Schutzfilm überzogen werden muss, um keinen Schaden zu erleiden.

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